Räumliche Lage
Aldašín als Archiv einer ländlichen Landschaft
Die Wüstung wird gemeinsam mit den umliegenden Landnutzungszonen untersucht. Ziel ist nicht nur, die Siedlung zu lokalisieren, sondern zu verstehen, wie die ländliche Landschaft organisiert war und sich im Lauf der Zeit veränderte.
- aufgegebener Siedlungsbereich
- innere und äußere Nutzungszonen
- Felder, Weiden und Waldrand
- langfristige Spuren von Landwirtschaft und Landnutzungswandel
Was wir hier untersuchen
Dorfstruktur
Aldašín ermöglicht zu untersuchen, wie eine mittelalterliche ländliche Siedlung in ihr weiteres wirtschaftliches und ökologisches Umfeld eingebettet war.
Bodengedächtnis der Landnutzung
Böden und Sedimente dienen als Archive früherer Bewirtschaftung, organischer Einträge, Erosion, Akkumulation und veränderter Landnutzung.
Felder, Weiden und Wald
Der Standort wird nicht nur als Dorfkern verstanden, sondern als umfassenderes ländliches System aus Siedlung, Ackerbau, Beweidung und Waldnutzung.
Eine Wüstung als Archiv der Landnutzung
Aldašín verbindet mittelalterliche Siedlungsarchäologie mit Boden- und Landschaftsevidenz.
Der Standort eignet sich zur Untersuchung der langfristigen Organisation des ländlichen Raums. Siedlungsreste, Geländeformen, Böden, historische Quellen und räumliche Daten lassen sich kombinieren, um zu rekonstruieren, wie Menschen die Landschaft um das Dorf nutzten, pflegten und veränderten.
Forschungsfragen
Wie war das mittelalterliche Dorf organisiert und wie stand der Siedlungskern zu den umliegenden Feldern und Verkehrswegen in Beziehung?
Welche Teile der Landschaft wurden bewirtschaftet, beweidet, bewaldet oder wiederholt gestört?
Können Bodenchemie und sedimentäre Evidenz Siedlungsaktivität, Düngung, Erosion und längerfristige Landbewirtschaftung unterscheiden?
Was geschah mit der Landschaft nach der Aufgabe und wie veränderte oder bewahrte spätere Landnutzung das mittelalterliche Signal?
Interpretation für Human Earth Lab
Was der Standort darüber hinaus zeigt
Aldašín hilft, Wüstungen als Archive langfristiger ländlicher Landnutzung zu verstehen. Die archäologischen Überreste sind nur ein Teil der Evidenz. Bodeneigenschaften, geochemische Signale, Geländeformen und historische Quellen ergänzen Informationen zu Feldern, Düngung, Erosion, Waldnutzung und Veränderungen nach der Aufgabe.
Damit unterstützt der Standort den übergreifenden Ansatz von Human Earth Lab: Landschaften bewahren Spuren menschlicher Aktivität auch dann, wenn eine Siedlung aus schriftlicher Erinnerung und sichtbarer Nutzung verschwunden ist.
Team und Publikationen
Forschungskontext
Der Standort verbindet archäologische Feldarbeit, Landschaftsarchäologie, historische Geographie, GIS und bodenbasierte Ansätze zur früheren Landnutzung.
Geplante Inhalte
Weitere Inhalte können Standortgeschichte, Felddokumentation, Kartenebenen, analytische Ergebnisse, Abbildungen, Teammitglieder und Publikationen umfassen.